Das neue Parkhaus wird als plastischer, vierkantiger Baukörper geplant. Er stellt die Parkplatzflächen für die erforderlichen ca. 300 Parkplätze auf 6 Geschossen zu Verfügung, wovon 3 Geschosse unterirdisch geplant werden und 3 Geschosse oberirdisch in Erscheinung treten. Die geneigte Oberfläche des Terrains verführt zu einem Prinzip des Parkierens und Erschliessens, das die Schräge der Topographie nutzt um rampenförmig das Gebäude zu durchfahren.

Die Parkplätze werden auf einem Parkrampensystem realisiert, das darauf beruht, dass die Decken in der Längsrichtung des Gebäudes so geneigt sind, dass die Fahrzeuge die Geschosshöhen überwinden können ohne zusätzliche Rampen in Anspruch zu nehmen. Eine plastische Wirkung entsteht aus dem dynamischen Bewegungssystem der durchgehenden Fläche, die das Parkhaus mit Rampen von anderen Gebäudetypen unterscheidet.

Die Höhenentwicklung des Rampensystems bestimmt einerseits die Form, andererseits verändert sich dadurch die Massstäblichkeit des Neubaus. Aus der vermeintlich grossen Halle entsteht ein dreidimensionaler Baukörper mit giebelartigem Dachvolumen, der dem Neubau seine Identität verleiht. Mit der Ausbildung der fünften Fassade als leicht geneigtes Giebeldach reagiert der Neubau auf die Dachlandschaft Murtens ‐ der Bau fügt sich ruhig in die umgebende Stadtstruktur ein.

credits

architects: Waldrap, Schmid landscape architect  |  team: WALDRAP (Renate Walter, Sebastian Lippok), Schmid landscape architect (Andé Schmid, Uta Gehrhardt)  |  client: City of Murten  |  status: Competition (2013)  |  location: Murten, Switzerland  |  climate: Continental, Temperate  |  material: concrete  |  environment: Undefined  |  visualizer: Studio  |  scale: medium  |  types: parking, transport  |  views: 2.259