Der Hof – Empfangsraum und grünes Gemeinschaftszimmer

Städtebaulich bildet der Wohnhof den Auftakt für das neue Quartier. Die Wohngebäude gruppieren sich um das Herz, den bildprägenden grünen Hof, der als halböffentlicher Quartiersplatz allen Bewohnern offensteht. Dieser grüne Hof dient sowohl als kommunikativer Erschließungsraum wie auch als Aufenthaltsort. Wir meinen, dass gerade diese informellen Kommunikationsorte gestärkt werden sollten, die einen morgendlichen Kaffee unter Nachbarn oder das spontane Spielen von Kindern ermöglichen. Entlang der kreuzenden Wege befinden sich Spielflächen, Gartenbereiche, Ruheund Sportbereiche, die die Aneignung ermöglichen und die Identifikation der Bewohner mit dem neuen Raum fördern.

Das Haus – Kommunikative Erschließung und gestalterische Akzente

Die umstehenden Gebäude werden hofseitig durch offene Gänge erschlossen, die sich im Erdgeschoss zum zentralen Hof hinwenden und einen individuellen Eingangsbereich für jedes Haus formulieren. Auf den Etagen werden jeweils 45 Wohnungen durch diese Lauben erschlossen, partielle Rankgitter sind mit Klettergewächsen bepflanzt und unterstreichen den intimen Charakter dieses Raums. Alkoven mit einer kleinen Sitzbank bieten Aufenthaltsmöglichkeiten, auch vor den Wohnungen finden sich kleinere Erweiterungen, die die Aneignung durch das Aufstellen von Pflanztöpfen oder nur mal einen „Schnack“ mit der Nachbarin ermöglichen.

Die Wohnungen – Flexibles Durchwohnen und neutrale Zimmer

Die 4 Gebäude verfügen über insgesamt 69 barrierefreie Wohneinheiten gemäß dem vorgegebenen Wohnungsschlüssel. Man findet unterschiedliche Wohnungsgrössen auf einer Etage, die frei finanzierten und geförderten Wohnungen sind in den einzelnen Gebäuden durchmischt. Sämtliche Wohnungen sind mindestens zweiseitig ausgerichtet und durchgesteckt. Der zentrale Wohnbereich mit wahlweise abtrennbarer Küche öffnet sich über großzügige Balkone zur Sonne und verbindet die Wohnung mit der Nachbarschaft. Je nach Grösse der Wohnung verfügen sie über ein oder mehrere flexible und tatsächlich nutzungsneutrale Räume. Damit wird über den Lebenszyklus unterschiedlichen Familienkonfigurationen Rechnung getragen.