Ozeanium Zoo Basel
0176-POO-BSL.CH-2012
Architects: Pool Architekten, Luca Selva
Status: Competition (2012)
Clasification: Selected
Visualizer: Studio
Scale: Medium
Types: Cultural, Museum

Wie ein Krustentier oder Molluske besetzt das neue Ozeanium die Heuwage. Es fügt sich in die Massstäblichkeit der Markthalle, dem Rialtobad und den umgebenden Hochhäuser der Steinenvorstadt ein. Wie die klassische Markthalle funktioniert das Ozeanium als grosse Struktur aufgefüllt mit diversen Funktionen.

Die mehrgeschossige öffentliche Lobby dient als Kreuz- und Angelpunkt der ganzen Anlage. Sie vitalisiert diesen Ort über die Öffnungszeiten des Ozeanium hinaus. Im offenen Erdgeschoss ist das Ozeanium von allen Seiten zugänglich. Von diesem zentralen Stadtraum aus entscheidet der Besucher, ob er die Ausstellungsangebote des Ozeaniums beanspruchen will oder die Bar, den Shop, das Restaurant oder die Auditorien frequentieren will.

Das Konzept der Meeresströmungen wird über differenzierte Besucherführungen räumlich umgesetzt und über die Urban Lobby und das Mangrovenfenster in das städtische Gefüge eingebettet. Die Konzeption der Besucherwege sieht einen geschlossenen Zyklus vor, der über eine raffiniert gestaltete Choreographie die Besucher immer wieder mit räumlich reichen Ereignissen konfrontiert.

Die rautenartig geschuppte Gebäudehülle – in weissem Sichtbeton materialisiert – zeigt sich an den beiden Längsseiten – als aufgeständerte, im Habitus geschlossene Struktur, während sich an den Stirnseiten grosse, volumetrisch strukturierte Glasstrukturen zeigen. Zum neuen Platz hin werden die öffentlichen Nutzungen sichtbar, während als Identitätsträger in Richtung Heuwaageviadukt und zum Stadtzentrum hin ein Mangrovenwald in einem grossen Fenster wahrnehmbar wird. Dieser Mangrovenwald wird sowohl von innen in der Ausstellung wie von aussen aus dem Stadtraum intensiv wahrgenommen.

Competition: Ozeanium Zoo Basel | Consultant: Schnetzer Puskas, Amstein Walthert, ICM | Post date: 24/01/2014 | Views: 2.539