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  • Beta Architecture
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Our work.
Collection.

Das Kochareal wird im Entwicklungsgebiet Letzi als Zetrum die Schnittstelle mit den umgebenden Wohnbebauungen ausbilden. Zu diesem Zweck ist der große Quartierspark durch diverse öffentliche Nutzungen gegliedert und nicht als Kern des Areals, sondern viel
mehr als sein Medium verstanden. Durch Korrespondenzen zwischen den öffentlichen Erdgeschoßnutzungen der drei primären Gebäude und der vier Flachbauten entspinnen sich Parkräume mit unterschiedlichen Qualitäten und Bezügen. Im Osten, Süden und Westen bilden sich durch dezente Einschnürungen des Raums Eingangsbereiche aus.

In der Parkmitte bietet das Bistro Anwohnern und Spazierenden eine Gelegenheit zu Pausieren. Mit Blick nach Südosten zeigt sich die historische Hallenstruktur, unter der die Quartiersbewohner die Angebote der angrenzenden Werkstätten in Nähe zum gemeinschaftlichen Nutzgarten wahrnehmen. Im Nordwesten bietet das Quartierszentrum flexiblen Raum für Veranstaltungen von Lesungen über Konzerte hin zu Filmvorführungen.

Im Nordöstlichen Parkeingang zur Flüelastrasse flankiert die Galerie den Eintritt und dient auch Gestaltern des Areals als Bühne.Zwischen Turmcafé und Galerie, wie auch zwischen Werkstatt und Halle bedienen Kleingastronomien wie Cafe und Trinkhalle die einleitenden Räume. Wie auch der Park sich mit der Bedeutung von Gemeinschaft im Quartier befasst, so behandeln auch Bügel, Turm und Rückgrat in unterschiedlichen Maßstäben verschiedene Formen von Gemeinschaft.

Das Rückgrat tut dies in prägnantester Form: Der innenliegende Laubengang wird durch den Bewohnern offene, großzügige Einschnitte zu einem qualitätsvollen Aussenraum erhoben. Immer drei der je Geschoss acht flexibel nutzbaren Einheiten gruppieren sich um eine große Loggia. So entsteht eine besondere Form der nachbarschaftlichen Gemeinschaft mit der Möglichkeit, nie an eine Loggia gebunden zu sein und seine Nachbarschaft auch flexibel umzudefinieren. Im Erdgeschoss gliedert sich entsprechend ein großer Kindergarten an, der über das Kochareal hinaus das Quartier bedient.

Im Turm ist das Augenmerk auf das Zusammenspiel von Rückzug und Gemeinschaft gesetzt. Durch die Flexibilität der Struktur werden hier diverse Wohnformen erzeugt. Ihnen allen ist gemein, dass sie den Fokus des Wohnen vom Leben im Turm wegbewegen, hin zum Leben im Kontext des Inneren. Durch eine umlaufende Loggiazone, die je nach Bedarf zusammengeschaltet werden kann, wird ein linearer nachbarschaftlicher Austausch ermöglicht. Jedoch besteht auch im Gefüge einer Einheit immer die Möglichkeit, sich durch Trennung des Umgangs zurückzuziehen. Die unteren Geschosse sind Formen der Arbeit gewidmet und beherbergen leichte Produktion, Coworking und gemeinschaftliche Ateliers.

Der Bügel untersucht die Funktionalität von Adressbildung im gemeinschaftlichen Raum. Immer zwei der vorwiegend familiär genutzten Einheiten öffnen sich zu einer Raumtasche im erschließenden Laubengang, die sich so zum identifikationsstiftenden Element erhebt. Der neuinterpretierte Laubengang tritt hier über eine sukzessive Privatisierung in Kontakt mit den Wohnnutzugen. Diese wenden sich über eine interne Höhenstafflung mit unterschiedlicher Kontaktstärke zum gemeinschaftlichen Raum. Im Erdgeschoss bedient ein Nahversorgungszentrum das umliegende Areal. So wird das umliegende Quartier in seiner Entstehung um einen essenzielles, den Bewohnern gewidmetes Herzstück ergänzt.